Mittwoch, 23. März 2016

Natura 2000 in der Warteschleife

Unerfreuliche Nachrichten haben uns kürzlich aus Brüssel erreicht: Der Prozess für die Nominierung für Natura 2000-Gebiete in Österreich wurde vorläufig auf Eis gelegt. Anfang April hätte das sogenannte biogeographische Seminar stattfinden sollen. Hinter diesem sperrigen Titel verbirgt sich ein Treffen der österreichischen Bundesländer mit der Europäischen Kommission und einer ganzen Reihe von ExpertInnen. Dabei wird besprochen, ob die von den Bundesländern vorgeschlagenen Gebiete für die Nominierung als Natura 2000-Gebiete ausreichend sind, ob die Datenlage dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entspricht und ob es weitere Nominierungen benötigt.

Nun wurden eben die Vorbereitungen für das biogeographische Seminar mit Österreich gestoppt. Im Schreiben der Kommission heißt es, dass die Datengrundlagen noch nicht ausreichen und dass die Kommission über Informationen verfügt, wonach nicht für alle schützenswerten Lebensräume ausreichend viele Gebiete gemeldet wurden. Das heißt auf gut Deutsch: Nachsitzen für Österreich.

In den kommenden Wochen wird es nun darum gehen zu schauen, welche Lebensraumtypen das sind, die hier noch fehlen. Man hört, dass es einiges in anderen Bundesländern betrifft. Ich glaube aber, dass auch Tirol betroffen sein wird. Namentlich wird der Piz Val Gronda zum Thema werden. Bisher haben die Grundeigentümer sich dort vehement gegen die Nominierung als Natura 2000-Gebiet gewehrt.

Zu erwarten ist nun eine sogenannte "begründete Stellungnahme" der EU-Kommission, das ist der nächste Schritt im Vertragsverletzungsverfahren. Und man muss es so deutlich aussprechen wie es ist: Noch gibt es in Ischgl Gestaltungsmöglichkeit in Sachen Natura 2000. Irgendwann wird die EU-Kommission entscheiden, was zu nominieren ist. Sollen wir das wirklich wollen?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Haha,

die EU liegt am Boden, auch dank der transatlantisch günstig eingekauften Grünen. Die Gelegenheit ist günstig (auch für ein sektorales Fahrverbot, u.a! )

Was machst also , Gebi?

Anonym hat gesagt…

Ich hoffe sehr, dass Brüssel eingreift. Unsere PolitikerInnem sind offenbar nicht fähig, EU-konforme Richtlinien, Gesetze und Verordnungen zu beschließen. Für die Tirol heißt das nun im Klartext: Die LR und die Grünen sind wieder einmal gescheitert. Auf voller Länge. Und das, obwohl es sich um ein grünes Kernthema und nicht irgendetwas handelt. Das Soziale, dzt. nicht gerade das Lieblingsthema der Grünen, gehört bei uns auch in den Verantwortungsbereich der Grünen. Ich möchte nicht wissen, wie es erst dort aussieht. Ein Glück für die Tiroler Grünen, dass sich Brüssel das nicht auch noch genauer ansieht. - Brüssel macht einiges falsch, die EU ist dzt. an ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt. Und trotzdem geht in unserem Land nichts ohne EU weiter. Ich sage es unumwunden: So schlecht und mies kann Brüssel gar nicht werden, dass es nicht noch etwas gibt, was Brüssel für Österreich regeln muss, weil es unsere PolitikerInnen einfach nicht schaffen. Selbstkritik wäre hier an dieser Stelle vielleicht auch einmal angebracht vor dem Hintergrund, dass Herr Mair die Grünen hier bezüglich Natura 2000 so hochgepriesen hat.

Anonym hat gesagt…

Was er machen wird? Natürlich gar nichts. Es wird bei uns - halt wie so vieles - einfach ausgesessen. Aussitzen ist das, was unsere Politiker - von rechts bis links - am besten können. Zur Not kann man ja noch immer über Brüssel herziehen. So funktioniert Politik bei uns in Österreich. Und gerade deshalb hat Österreich in Brüssel immer relativ schlechte Karten. Die Schuld liegt nicht dort sondern bei uns. Wer nicht handelt, wird eben be - handelt.

kraftwerksdialog hat gesagt…

interessant wird auch, ob danach eine tamariske am tauernbach gleich viel zählt wie an der isel.

Anonym hat gesagt…

Kann Mair überhaupt eine Tamariske von einem Kaktus unterscheiden?

HANSWURSCHT ! hat gesagt…

Sehr geehrter Herr Gebi Mair

es würde mich sehr freuen, wenn sie ihren Blog auch einmal dazu benützen würde, sich von Verbrechen des IS (= ausländisch) zu distanzieren.
Dem NAZI-TODEL PATRICK OBERPRANTACHER widmen sie einen elendslangen Beitrag, während die wahren Verbrecher bei ihnen ungeschont davonkommen!

Ihre linken Freundinnen die in Idomeni Personen in den nicht freiwilligen Tod begleitet haben, wären auch zumindest einer kleinen Story wert!

Aber Hauptsache der "SCHWERVERBRECHER" Oberprantacher hat was nationalsozialistisches gepostet!

Wenn sogenannte AUSLÄNDER Menschen überfallen, vergewaltigen, niederstechen oder in die Luft jagen hört man von euresgleichen nie etwas!

Wieso nur frage ich mich?
Aufklärung täte hier mal Not!

Solange das so ist, kann ich euch beim besten Willen nicht wählen!

In diesem Sinne, ein frohes und segensreiches OSTERFEST!

Anonym hat gesagt…

Fragt den Mair was, wo er sich auskennt. Zur Love-Parade in Bukarest beispielsweise.

Anonym hat gesagt…

Mair, was sagen Sie denn zum Rechnungshof-Bericht in Sachen Maderei? Oder gibt es da vom Koalitionsparnter gleich was auf die Goschn?

susane hat gesagt…

Hallo, ich entdeckte einen Blog an diesem Nachmittag, und ich gratuliere Ihnen für die Arbeit gut gemacht und viel Glück. freundlich

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Anonym hat gesagt…

Der Alpenzoo sucht für einen 78jährigen Papagei eine neue Bleibe. Er kann 50 Worte sprechen. Wäre das nichts für Sie, Mair? Sie wären ihm ein Gesprächspartner und könnten gleichzeitig Ihren Wortschatz erhöhen. Eine klassische win-win Aktion.

sofy lefour hat gesagt…

C'est un grand honneur pour moi d'être un membre actif dans ce blog
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