Sonntag, 4. Februar 2018

Was packt Ewald Stadler heute über Burschenschaften aus?

Heute diskutieren im ORF „Im Zentrum“ zwei FPÖler, zwei GegnerInnen von Schwarzblau und ein Historiker über Burschenschaften. Die Burschenschaften sind ja zuletzt durch die Wiener Neustädter "Germania" ("wir schaffen die siebte Million") und ihre Verbindungen zu den Freiheitlichen in die öffentliche Diskussion gekommen. Ein besonders treuer Burschenschafter ist Ewald Stadler, der für zwei verschiedene Parteien Mandate auf drei verschiedenen Ebenen hatte, bevor er seine eigene erfolglose Partei gründete. In Innsbruck war Stadler fast 20 Jahre Mitglied bei der Burschenschaft „Skalden“, bei denen er dann auf Anraten seines Freundes Andreas Laun wegen Nicht-Vereinbarkeit mit klerikalem Engagement ausgetreten ist. Man sieht schon, was da für Kreise am Werk sind.

Von hier, aus den drei Innsbrucker Burschenschaften Skalden, Suevia und Brixia, geht auch die Innsbrucker Burschi-Achse ganz nach oben. Die rechte Hand von Vizekanzler Strache als Kabinettschef ist ebenso ein Innsbrucker Burschenschafter wie der Kabinettschef des Innenministers. Und der Spitzenkandidat der Tiroler FPÖ ist ebenfalls ein Innsbrucker Burschenschafter. Nur, dass die „Skalden“ eine ganz besondere Truppe sind. Sie haben sich 1992 aus dem Dachverband der sogenannten Deutschen Sängerschaften gelöst und sich an die Spitze eines neuen, noch rechteren Verbandes gestellt, der sicherstellen müsse, dass nicht „jeder Chinese“ Mitglied einer schlagenden Verbindung werden könne - vorangegangen war ein Streit darüber, wie sichergestellt werden könne, dass die Burschenschaften „deutsch“ genug blieben. Wass in der Defereggerstraße alles gesungen wird, davon hört man bisher nur Gerüchte - nichts genaues weiß man nicht. Das wäre jedenfalls auch eine HistorikerInnenkommission wert. Vielleicht mag sich die Uni Innsbruck, die die Skalden zu ihrer "akademischen Sängerschaft" erklärt hat damit befassen?

Die Innsbrucker Burschi-Achse nach ganz oben funktioniert in Wahrheit aber natürlich umgekehrt, das haben wir in Niederösterreich schon gesehen: anschaffen tun in der FPÖ die Ministerien in Wien und nicht die Zweigstellen. Die sind zwar ideologisch gleichgeschalten und mit der Geschichtsschreibung stehen die Burschenschaften in Innsbruck gleichermaßen auf Kriegsfuß wie ihre Chefs in den Wiener Kabinetten. Aber anschaffen werden Letztere. Ewald Stadler hat übrigens laut einem Gerichtsurteil von 2015 gedroht, die als „Wehrsport“ verharmlosten Bilder von Strache bei rechtsextremen Übungen, zu veröffentlichen. Der ehemalige „Skalde“ weiß so Einiges, auch über die Innsbrucker Burschenschaften. Vielleicht packt er heute was aus, was die Öffentlichkeit noch nicht über die Innsbrucker Burschi-Achse nach ganz oben weiß?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Man sieht schon, was da für Kreise am Werk sind."

Ja, die katholische Kirche ist ein ganz gefährlicher Verein im 21. Jahrhundert. Diese Priester hängen sicher einer totalitären Gewaltideologie an, ganz im Gegensatz zu den Jungen Grünen mit ihren Lesekreisen, in denen die Schriften von Lenin und anderen linken Massenmördern immer nur zur Pflichtlektüre gehören. Wer im Glaushaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

"Wass in der Defereggerstraße alles gesungen wird, davon hört man bisher nur Gerüchte - nichts genaues weiß man nicht."

Politisch inkorrektes Liedgut scheint mittlerweile DAS Hauptproblem der linksextremen Szene in Österreich zu sein. Macht euch nicht lächerlich! Die Rechten solidarisieren sich jedenfalls nicht mit irgendwelchen Diktaturen während die Grünen uns noch vor zwei Jahren einreden wollten, wie toll es in Venezuela ist. Und in der Gründerzeit der Grünen solidarisierte man sich noch mit den Schergen in der DDR und der Sowjetunion. Also bitte erstmal die eigene Geschichte aufarbeiten, einschließlich der einstigen Forderung nach Legalisierung von Sex mit Kindern usw., und dann erst den Finger zur moralischen Ermahnung heben.

"mit der Geschichtsschreibung stehen die Burschenschaften in Innsbruck gleichermaßen auf Kriegsfuß ..."

Wer uns einst einreden wollte, dass es sich im kommunistischen Ostblock besser leben lässt als im kapitalistischen Westen, sollte vorsichtig mit solchen Äußerungen sein. Wer sich einst mit Mao, Pol Pot, Castro, Ghadaffi und Maduro soldarisierte, hat kein Recht, von anderen eine Aufarbeitung der Geschichte inzufordern.

"der ehemalige „Skalde“ weiß so Einiges, auch über die Innsbrucker Burschenschaften. Vielleicht packt er heute was aus, was die Öffentlichkeit noch nicht über die Innsbrucker Burschi-Achse nach ganz oben weiß? "

Ja, wer weiß. Vielleicht sagt er aber nur das, was er immer über die Burschenschaften sagt, nämlich dass sie völlig harmlos sind. Das wäre für Grüne und andere Linkradikale natürlich Anlass genug, Stadler wieder als Lügner zu bezeichnen.

Persönliche Bemerkung am Ende: Die Grünen befinden sich im Wahlkampf. Da wundert es mich also nicht, dass sie zurückkehren zu ihren traditionellen Methoden, Politik zu machen: Andersdenkenden wird ein Naheverhältnis zu autoritärem Gedankengut nachgestellt, man vernadert, denunziert und macht alles, um den politischen Gegner mit Dreck zu bewerfen. Haben die Linken immer noch nicht begriffen, dass sie dafür bei allen Wahlen abgestraft werden?

Anonym hat gesagt…

Für die Grünen, und damit meine ich die echten, ist es überlebensnotwendig, dass Figuren wie Felipe & Mair aus dem Landtag verschwinden.

Anonym hat gesagt…

Und? Was hat Stadler nun über die Burschenschaften offenbart? GAR NICHTS! Also wieder mal nur heiße Luft von Gebi Mair. Mairs Posting offenbart, dass sich die Grünen nicht im klaren über ihre eigene Situation sind. Oder glauben die Grünen wirklich, es gäbe in Österreich keine wichtigeren Probleme als die Existenz von Burschenschaften? In einer Zeit, in der in den Lesenkreisen der Jungen Grünen die Schriften von linken Massenmörder zur Pflichtlektüre gehören?

Kurt hat gesagt…

Was hat der Gebi vor der letzten Wahl noch gegen die Schwarzen gehetzt!
Sie können dem Kern in Sachen Unglaubwürdigkeit getrost die Hand reichen!

Anonym hat gesagt…

Die Hetze von Mair gegen die Schwarzen (Blauen, NEOS, Roten usw.) wird spätestens dann wieder einsetzen, wenn die GrünInnen aus der Landesregierung geflogen sind. Die GrünInnen können nichts anderes. Wann immer sie in eine Regierungsverantwortung kommen, versagen sie kläglich. Es sind halt doch nur realitätsfremde Weltverbesserer.

Labella Labella hat gesagt…

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