Freitag, 17. Juli 2009
SteuerzahlerInnen zahlen bei Hypo-Verkauf 20 Millionen zu viel
Hier mein Redebeitrag im Landtag dazu:
Donnerstag, 16. Juli 2009
Die Wirtschaftspartei
Und in Tirol? Gibt es zumindest in Tirol Richtlinien dafür, wie mit dem öffentlichen Vermögen umzugehen ist? Unsere wirtschaftskompetente ÖVP hat die Cross Border-Deals der TIWAG zugelassen, unsere wirtschaftskompetente ÖVP hat zur Stärkung des Eigenkapitals der Hypo Tirol Bank gerade 25 Prozent der Bank verkauft und damit ein Modell gewählt, das die TirolerInnen in den nächsten Jahren 20 Millionen Euro mehr kosten würde als das Alternativmodell der Stärkung der Kapitalbasis durch das Land selbst. Wen das ein bisschen an die AUA erinnert, wo man zum Verkauf noch 500 Millionen Euro drauflegt, der täuscht sich nicht.
In Tirol gibt es keinerlei Richtlinien, wie das Land und die Gesellschaften im Eigentum des Landes mit dem öffentlichen Eigentum umzugehen haben. Das Land kann in Hedgefonds investieren oder in nachhaltige, ethische sozial und ökologisch verträgliche Fonds. Festgeschrieben ist das nirgends. Das schreit doch nach einer Initiative von mir im Landtag...
Mittwoch, 15. Juli 2009
Inspektor Platter weiß von nichts
Aber Inspektor Platter weiß von nichts. Das Abwehramt, das ihm als Minister unterstand, sei "sehr sparsam mit Informationen" gewesen, gibt Platter zu Protokoll. Das finde ich ja besonders herzig. Offenbar fand man im Heeresabwehramt einen Verteidigungsminister Platter nicht für ausreichend fähig zur Verarbeitung sensibler Informationen, deshalb hat man sie ihm lieber einmal vorenthalten. Dafür wusste Platter dann halt auch wirklich von nichts. Die Unschuld vom Lande in Regierungsfunktion. Lieb irgendwie. Aber ob lieb für ein Regierungsamt wirklich reicht?
Dienstag, 14. Juli 2009
Verboten
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| Am Eingang zur Rathaus-Galerie, Innsbruck |
Beim Vorbeigehen am "Minotaurus - Triumphierender" von Rudi Wach am Eingang zur Innsbrucker Rathausgalerie von der Steinerstraße aus ist mir heute zum ersten Mal diese Plakette aufgefallen. Irgendwie ein schönes Sinnbild dafür, wie in dieser Stadt Kunst im öffentlichen Raum verstanden wird.
Apropos öffentlicher Raum: Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass es heuer im Sommer bisher keine Marokkaner-Diskussion gab? Ob das damit zu tun hat, dass gerade kein Wahlkampf ansteht?
Dafür gibt es eine Diskussion um den öffentlichen Raum am Landhausplatz, das wird sicher auch noch eine spannende Diskussion über die nächsten Wochen: Welche Funktionen soll ein öffentlicher Platz haben, was darf man und was soll man, und wie stellt man sicher, dass es in einer Stadt ausreichend viel Grün gibt? Wir spinnen derzeit gerade einige kreative Ideen dazu und ich freu mich schon darauf, wenn aus den kreativen Ideen hoffentlich bald ein konkretes Projekt wird.
Sonntag, 12. Juli 2009
Inspektor Platter schaut mit
Ich halte das ja für ein ziemliches Versagen von Führungskompetenz, wenn man MitarbeiterInnen derart bespitzeln muss. Ich bin der Ansicht, dass ihr Arbeitserfolg eigentlich anders sichergestellt werden sollte.
Und zweitens frage ich mich schon auch, ob das bedeutet, dass Inspektor Platter auch mitschaut, welche Seiten von den Landtagsklubs angesehen werden. Wenn ich also Seiten über ÖVP-Filz oder Cross Border-Schweinereien anschaue oder vertrauliche Informationen per Mail zugespielt bekomme: Schaut da immer Inspektor Platter mit? Der Nationalrat reagiert auf ähnliche Befürchtungen mit einem Untersuchungsausschuss. Was wohl der Tiroler Parlamentarismus machen wird?
Samstag, 11. Juli 2009
Die HOSI kommt in die Stadt
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| HOSI Lokaleröffnung |
Gestern hat die HOSI Tirol, die Homosexuelle Initiative Tirol, ihr neues Vereinslokal in der Meinhardstraße 16 (Durchgang zum Boznerplatz) bezogen. Damit ist die HOSI vom Rand der Stadt direkt ins Zentrum gerückt. Für mich ist das auch ein Zeichen dafür, dass sich die HOSI jeder Diskussion stellt, und nicht abseits irgendwo ihr Dasein fristen will.
Das kleine aber feine HOSI-Lokal wurde in den vergangenen Monaten von ehrenamtlichen HelferInnen umgebaut und strahlt nun auf zwei Ebenen: mit Büro, Bibliothek, Beratungsraum und Bar bietet es, was für die Arbeit der HOSI notwendig ist. Platz für Aufklärung, Beratung und soziales Leben.
Die zwei Räume waren gestern mehr als voll, als Vizebürgermeister Eugen Sprenger (ÖVP) die offizielle Eröffnung durchführte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass er gekommen ist. Und auch wenn es nicht meine Worte wären auch darüber, dass er jede Form der sexuellen Orientierung für gottgewollt erklärt hat. Auch Gäste aus Salzburg, Linz und Wien konnten wir begrüßen. Wir haben den Abend jedenfalls ausgiebig gefeiert und hoffen nun auf zahlreichen Besuch im neuen HOSI-Lokal. Mehr Infos zu den Aktivitäten und offenen Abenden auf www.hositirol.at
Freitag, 10. Juli 2009
Für Risiken und Nebenwirkungen von Cross-Border-Leasing, fragen Sie Ihren TIWAG-General
Das bedeutet also, dass die TIWAG, ohne einen Landtagsbeschluss einzuholen, das Land Tirol in seinem politischen Spielraum massiv eingeengt hat. Wenn das Land im Rating fällt, dann kostet das nämlich bei der TIWAG Millionen. Und dass das Land im Rating fällt ist nicht unmöglich. Der Landtag hat ja gegen die Stimmen der Grünen nicht nur ca. 25% der Hypo in Form von Partizipationsscheinen verkauft, sondern für die 100 Millionen Euro Eigenkapital auch noch eine Ausfallshaftung übernommen. So etwas mögen Ratingagenturen üblicherweise überhaupt nicht. Und was passiert, wenn das Land für Konjunkturmaßnahmen frisches Geld aufnehmen muss, weil die Ertragsanteile des Bundes sinken? Richtig, das Rating ist gefährdet.
Ob TIWAG-General Wallnöfer wohl weiß, wie weit das Rating des Landes sinken darf und wie teuer es wird, wenn das Land unter das (von der TIWAG!) vereinbarte Rating fällt? Das fände ich ja durchaus eine spannende Information. Aber hätte es die TIWAG von selbst Wert gefunden, darüber zu informieren? Zumindest nicht den Landtag. Wenn das im Land jemand wusste, dann einer, der jetzt noch in der Landesregierung sitzt: Platter war damals schon Kulturlandesrat. Wusste er davon? Da kann man ja nur mehr den Kopf schütteln.
Donnerstag, 9. Juli 2009
GAJ-Sommerfilmreihe
Mittwoch, 8. Juli 2009
"Aus ideologischen Motiven"
Spät, aber doch
Dienstag, 7. Juli 2009
Wann wird's richtig Sommer?
Presseaussendung Gebi Mair Sommerticket
Vorsicht, die Regierung meint es ernst
Montag, 6. Juli 2009
Und sie bewegt sich doch (II)
Tatsächlich gibt es beispielsweise in den Niederlanden im ersten Schuljahr keinen Schulbeginn, zu dem festgestellt wird, wer "schulreif" ist und wer nicht. Kinder wechseln aus dem Kindergarten in die Schule, wenn sie dafür bereit sind. Das kann im September der Fall sein, aber auch im Jänner oder im April, ganz egal.
Ein Schulsystem, das derart flexibel ist, vollzieht einen Paradigmenwechsel: Nicht mehr die Verwaltung von Kindern ist die Aufgabe, sondern die Organisation der individuellen Entwicklung. Bravo! sage ich - mehr davon!
Sonntag, 5. Juli 2009
Wir sparen dem Land 20 Millionen Euro
Samstag, 4. Juli 2009
Ein Tag im Beselepark
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| Grünes Integrationsfußballturnier |
| Martin Hof, Sammy Koejoe, Gebi Mair |
| Martin Hof, Sammy Koejoe, Gebi Mair |
| Martin Hof, Sammy Koejoe, Gebi Mair |
Viele Fotos zum Anschauen gibt es hier.
Im Innsbrucker Beselepark fand heute bereits zum 4. Mal das Integrationsfußballturnier der Innsbrucker Grünen statt. Den Ehrenanstoß führte die Legende des FC Wacker, Sammy Koejoe aus. 18 gemischte Teams waren dabei: Die Innsbrucker Grünen, die Tiroler Grünen, die Innsbrucker Liberalen, Teams vom Flüchtlingsheim Bürglkopf, LISA - die Liga für Integration, Sport und Antirassismus, Zemit - Zentrum für MigrantInnen, das Integrationszentrum, Flüchtlinge aus dem Heim Reichenau, Roter Stern Innsbruck und noch viele mehr. Für uns von den Tiroler Grünen war leider wieder einmal in der Vorrunde Schluss, das Finale gewannen die Liberalen unter der gestrengen Aufsicht von Dr. Bella Bello Bitugu im Elfmeterschießen gegen den FC Afrika.
Sport kann zur Integration beitragen, aber nicht von selbst. Dazu muss man schon noch etwas dazu tun. Ein gelungener Tag wie heute im Beselepark ist so etwas. Es hat viel Spaß gemacht, Menschen haben sich kennen gelernt, und nächstes Jahr geht das Fußballturnier schon in die fünfte Auflage.
Freitag, 3. Juli 2009
Fritz außer Kontrolle
Außer Kontrolle ist die Fritzpartei aber auch, was ihre Finanzen angeht: Das Parteistatut vom 21.8.2008 sagt ganz deutlich, dass es einen jährlichen Parteitag geben muss, der das Budget der Partei beschließt. Bisher hat noch kein Parteitag stattgefunden, und der Pressesprecher der Partei muss ausrücken um zu erklären, es handle sich um eine Kann-Bestimmung. Das ist zwar eine Schutzbehauptung und glatt falsch, macht aber nichts. Am Parteitag wären alle Mitglieder der Fritzpartei teilnahmeberechtigt und würden auch einen Vorstand sowie Rechnungsprüfer wählen. Ich habe schon eine Idee, warum dieser Parteitag noch nie stattgefunden hat...
Donnerstag, 2. Juli 2009
Und sie bewegt sich doch
In der heutigen Landtagssitzung erklärte zu meiner Überraschung Abgeordneter Franz Berger (ÖVP), dass sein Ziel die gemeinsame Schule der 10-14jährigen sei. Ich habe daraufhin erklärt, dass ich die Hoffnung hege, dass die Tiroler Volkspartei hier eine Vorreiterrolle in der ÖVP einnimmt, nachdem sich auch die ÖVP-Bildungslandesrätin vorsichtig offen für die gemeinsame Schule gezeigt hatte.
Die Bauern-Diskussion
Immerhin hat die Diskussion dazu geführt, dass ÖVP und SPÖ zu einem Abänderungsantrag gezwungen wurden, den sie eben eingebracht haben. Darin werden die Gemeinden deutlich besser gestellt als bisher. Diesem Abänderungsantrag werden wir natürlich auch zustimmen. Die Diskussion dauert jedenfalls schon mehrere Stunden, und auf der Liste stehen noch viele Wortmeldungen... Ich berichte natürlich weiter.
Mittwoch, 1. Juli 2009
FM4: Wo sind Österreichs HomopolitikerInnen?
Und hier noch ein Link zu einer Ö1-Sendung zum Autonomen FrauenLesbenZentrum. Die Aussagen von Landesrätin Zoller-Frischauf (ÖVP) darin sind wirklich skandalös. Am Rande des Landtags konnten wir heute der Regierung aber eine Finanzierungszusage für das AFLZ abringen, das damit weiterhin 6.500 Euro Subvention bekommen wird. Wir bleiben natürlich dran um zu kontrollieren, ob diese Zusage auch wirklich hält.
Drübergefahren
| Altes Landhaus |
Ich gebe zu, es ist immer noch ein bisschen ein erhebendes Gefühl, vor einer Landtagssitzung zum Alten Landhaus zu gehen und dort die Fahne am Dach zu sehen, die anzeigt dass eine Landtagssitzung stattfinden. Umso schneller wird man dann in der Sitzung selbst auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Heute, zum Beispiel: Das Rettungsgesetz stand auf der Tagesordnung, wobei nach gemeinsamer Einschätzung der meisten ExpertInnen damit der Rettungsdienst in Tirol akut gefährdet ist. Die Infrastruktur ist bedroht, ebenso die Freiwilligenarbeit. Das Gesetz definiert keinerlei Qualitätsstandards für die Rettung, beispielsweise Hilfsfristen.
Nach der mehrstündigen Debatte mit vielen inhaltlichen Argumenten meldete sich Landesrat Tilg (ÖVP), wiederholte im Wesentlichen seine Presseaussendungen dazu, ohne auf ein einziges Argument einzugehen. ÖVP und SPÖ hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht, das Gesetz inhaltlich zu verteidigen. Wir haben daraufhin eine namentliche Abstimmung verlangt: Alle Abgeordneten von ÖVP und SPÖ stimmten für das Rettungsgesetz, mit ihnen stimmte Fritz Gurgiser. Wir GRÜNE, die FPÖ und die Liste FRITZ (ohne Gurgiser) stimmten dagegen, weil wir der Ansicht sind, dass das Gesetz den Rettungsdienst in Tirol teurer und schlechter machen wird, und verfassungswidrig obendrein. Einfach drübergefahren von den "mehreren", der Regierungsmehrheit. Und nach so einer Abstimmung ist mein erhebendes Gefühl vom Morgen schon wieder dahin. Irgendwie schade.
Am Nachmittag geht es weiter, mit wichtigen Themen wie der Kinderbetreuung oder der Einrichtung des Museums am Bergisel. Ich bin schon gespannt, wie sich dann mein erhebendes Gefühl vom Morgen entwickeln wird.
Hier der Bericht von ORF Tirol heute zum Rettungsgesetz zum Nachsehen.
Die Regierungsmehrheit hat am Abend noch die Gelder für die Einrichtung des Bergisel-Museums freigegeben. Und dies, obwohl es den Abgeordneten nicht möglich war, Einsicht in die Planungen für die museale Einrichtung zu nehmen. Ich habe es versucht, die Akteneinsicht wurde mir jedoch von Landesrätin Palfrader (ÖVP) verweigert.
Eine gute Nachricht gab es am Rande des Landtags: Unser Antrag auf Finanzierung des Autonomen FrauenLesbenZentrums fand zwar nicht die nötige Mehrheit für die Dringlichkeit, inzwischen wurde die Zahlung der Subvention aber von der Landesregierung zugesagt und damit die Streichung zurückgenommen. Wir werden dranbleiben, ob das auch wirklich passiert.


