Gestern fand eine Sitzung des Dreierlandtages in Schwaz statt. Das ist eine gemeinsame Versammlung der Landtage von Tirol, Südtirol und Trentino. 106 Abgeordnete aus historischen Teilen Tirols sitzen da zusammen, so sieht das dann aus:
Hat irgend jemand etwas Relevantes gehört, was dort passiert ist? Wahrscheinlich nicht. Viel Relevantes ist dort nämlich auch nicht passiert - ganz ehrlich. Das heißt: Es wurden durchaus einige kleinere und sehr sinnvolle Projekte beschlossen. Dazu gehört etwa die Vernetzung der Lawinenwarndienste zu einem gemeinsamen Lawinenwarndienst für Tirol, Südtirol und Trentino.
Große Impulse gab es keine. Es gab sogar die Peinlichkeit, dass wir kurzzeitig nicht beschlussfähig waren, weil bereits zu viele Trientiner Abgeordnete schon nach Hause gefahren waren. Wenn man mit den Abgeordneten spricht dann finden sie überwiegend, dass das Wichtigste am Dreierlandtag die Vernetzung sei. Um ehrlich zu sein sah man aber nicht besonders viele Abgeordnete aus unterschiedlichen Landtagen, die mit einander diskutieren. Am ehesten noch wir Tiroler Grüne mit den Grünen aus Südtirol und die Abgeordnerten der ÖVP mit einigen Abgeordneten der SVP. Zum Trentino gab es aber kaum Kontakte, und bei den anderen Parteien schienen mir die Diskussionsebenen auch nicht besonders ausgeprägt zu sein; zugegebenermaßen eine subjektive Wahrnehmung und ich mag vielleicht manches nicht gesehen haben.
In Summe stehen wir natürlich vor einem klassischen politischen Problem: Irgendwann (in diesem Fall 1991) hat man sich überlegt, dass man eine stärkere Zusammenarbeit in der Europaregion möchte. Dann hat man den Dreierlandtag geschaffen und damit eine Institution - die Institution kann aber für sich alleine nichts entscheiden, weil keine Kompetenzen an die gemeinsame Ebene übertragen wurden. Die bleiben weiterhin bei den Ländern. Damit geht es in einem Dreierlandtag abseits der medialen Bühne um nicht besonders viel.
Die Frage vor der wir jetzt stehen ist damit eigentlich: Wollen wir Kompetenzen an eine gemeinsame Ebene der Regionen des historischen Tirol übertragen und dabei parlamentarische Kontrolle sicherstellen? Dann werden die drei Landtage nämlich irgendwann tatsächlich zusammenarbeiten müssen und nicht nur eine gemeinsame Kaffeefahrt unternehmen. Oder ist die Europaregion wohl ein historisches Liebkind und ein bisschen Sonntagsrhetorik aber eigentlich nicht viel dahinter. Dann handelt es sich beim Dreierlandtag um einen gemeinsamen Ausflug mit dem Programm, das PolitikerInnen am liebsten absitzen: den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringen. Vor dieser Entscheidungsfrage können wir uns noch ein bisschen drücken. Aber wenn wir sie nicht selbst beantworten, dann wird sie irgendwann einfach für uns beantwortet werden.
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Mittwoch, 29. Oktober 2014
Donnerstag, 18. September 2014
Verräter Reinhold Messner
Reinhold Messner fasziniert mich. Ob "Die Freiheit aufzubrechen wohin ich will", "Der nackte Berg" oder "Westwand." - sobald ich diese und andere Bücher von ihm entdeckt habe, habe ich sie geradezu verschlungen. Dabei hat mich Reinhold Messner immer nur bedingt als Bergsteiger interessiert, obwohl er dort Großartiges geleistet hat. Er fasziniert mich als Philosoph. Das geht nicht wahnsinnig vielen Menschen so; bei den meisten ist es eher umgekehrt.
Reinhold Messner wurde 70. Und er ist ein Mensch, mit dem man es wahrscheinlich nur schwer aushält. Zur Präsentation seines eigenen Films im ORF ist er gar nicht erschienen, warum auch immer. Legendär ist es, als er bei der Antarktis-Überquerung Arved Fuchs einfach hinter sich ließ, weil ihm dieser zu langsam ging - er hat ihn später übrigens trotzdem eingeholt. Zu seinem siebzigsten Geburtstag lassen ihn nun aber trotzdem alle hochleben, egal wie unmöglich er manchmal ist. Alle wollen sich in seinem Ruhm und Glanz ein bisschen sonnen.
Ich habe ihn gefeiert, indem ich am Wochenende eine Route geklettert bin, von der er Teile erstbegangen hat, auf die Cime alle Coste, heute ist die Route bekannt als Diedro Martini, und der untere Teil ist eine Messnser-Route; ausreichend Messner-Glanz für mich. Selbst erarbeitet mit einigem Schweiß.
Warum ich diesen Artikel aber schreibe? Eigentlich nur, um auf einen anderen Artikel hinzuweisen. Einen Artikel, der sich mit Reinhold Messners Beziehung zu Südtirol beschäftigt. Oder vielmehr mit der Beziehung Südtirols zu Reinhold Messner.
Diese Beziehung hat viel mit einem einzigen Satz Reinhold Messners zu tun. Einem Satz über den Verrat. "Ich glaube, dass kein Volk die Heimat so verraten hat wie die Südtiroler." Und dieser eine Satz wurde in einem wunderbaren Artikel aufgearbeitet, den es sich zu lesen lohnt: hier.
Reinhold Messner wurde 70. Und er ist ein Mensch, mit dem man es wahrscheinlich nur schwer aushält. Zur Präsentation seines eigenen Films im ORF ist er gar nicht erschienen, warum auch immer. Legendär ist es, als er bei der Antarktis-Überquerung Arved Fuchs einfach hinter sich ließ, weil ihm dieser zu langsam ging - er hat ihn später übrigens trotzdem eingeholt. Zu seinem siebzigsten Geburtstag lassen ihn nun aber trotzdem alle hochleben, egal wie unmöglich er manchmal ist. Alle wollen sich in seinem Ruhm und Glanz ein bisschen sonnen.
Ich habe ihn gefeiert, indem ich am Wochenende eine Route geklettert bin, von der er Teile erstbegangen hat, auf die Cime alle Coste, heute ist die Route bekannt als Diedro Martini, und der untere Teil ist eine Messnser-Route; ausreichend Messner-Glanz für mich. Selbst erarbeitet mit einigem Schweiß.
Warum ich diesen Artikel aber schreibe? Eigentlich nur, um auf einen anderen Artikel hinzuweisen. Einen Artikel, der sich mit Reinhold Messners Beziehung zu Südtirol beschäftigt. Oder vielmehr mit der Beziehung Südtirols zu Reinhold Messner.
Diese Beziehung hat viel mit einem einzigen Satz Reinhold Messners zu tun. Einem Satz über den Verrat. "Ich glaube, dass kein Volk die Heimat so verraten hat wie die Südtiroler." Und dieser eine Satz wurde in einem wunderbaren Artikel aufgearbeitet, den es sich zu lesen lohnt: hier.
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Mittwoch, 18. Dezember 2013
Weniger Grenzen!
Wer mit dem Zug nach Südtirol fährt der kennt die Situation wahrscheinlich. Mir ging's kürzlich auch so, als ich zur Taufe meines Neffen ins Pflersch gefahren bin: "Ich kann Ihnen leider kein Ticket nach Pflersch verkaufen" hieß es am Innsbrucker Hauptbahnhof. Ob Gossensass vielleicht ginge? Nein, auch nicht. "Sie müssen am Brenner aus dem Zug aussteigen, dort haben Sie 6 Minuten um am Automaten ein Ticket für den Südtiroler Streckenteil zu lösen und in den Südtiroler Regionalzug einzusteigen." In Europa. 2013 wohlgemerkt.
Seit drei Tagen ist mit dieser Peinlichkeit aber Schluss: Nun kann man an den österreichischen Personenkassen der ÖBB bereits Tickets für Stationen in Südtirol erwerben. Ab Jänner 2014 ist das auch auf oebb.at möglich, und im März 2014 werden die ÖBB ihre Automaten auch so programmiert haben, dass man dort ebenfalls Tickets aus Österreich nach Südtirol erhält.
Aus Südtirol kann man in Zukunft immerhin Tickets nach Lienz und Innsbruck lösen. Das ist nur eine kleine Verbesserung zum bisherigen Zustand aber immerhin. Und mit den Tickets kann man auch den neu eingeführten direkten Regionalzug Innsbruck-Bozen/Bolzano nutzen, der als Tagesrandverbindung angeboten wird. Damit gibt es nun 21 tägliche Verbindungen von der Tiroler in die Südtiroler Landeshauptstadt, davon 6 direkte Verbindungen.
Dass es nun direkte Tickets auch zwischen Tirol und Südtirol gibt ist eine Folge des Staatsvertrags über den öffentlichen Verkehr, den Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe mit dem Südtiroler Verkehrslandesrat Thomas Widmann abschließen konnte. Damit ist ein wichtiger Schritt zum Abbau der Grenzen in der Europaregion nach vielen Jahren endlich gemacht. Und weitere Schritte werden folgen.
Seit drei Tagen ist mit dieser Peinlichkeit aber Schluss: Nun kann man an den österreichischen Personenkassen der ÖBB bereits Tickets für Stationen in Südtirol erwerben. Ab Jänner 2014 ist das auch auf oebb.at möglich, und im März 2014 werden die ÖBB ihre Automaten auch so programmiert haben, dass man dort ebenfalls Tickets aus Österreich nach Südtirol erhält.
Aus Südtirol kann man in Zukunft immerhin Tickets nach Lienz und Innsbruck lösen. Das ist nur eine kleine Verbesserung zum bisherigen Zustand aber immerhin. Und mit den Tickets kann man auch den neu eingeführten direkten Regionalzug Innsbruck-Bozen/Bolzano nutzen, der als Tagesrandverbindung angeboten wird. Damit gibt es nun 21 tägliche Verbindungen von der Tiroler in die Südtiroler Landeshauptstadt, davon 6 direkte Verbindungen.
Dass es nun direkte Tickets auch zwischen Tirol und Südtirol gibt ist eine Folge des Staatsvertrags über den öffentlichen Verkehr, den Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe mit dem Südtiroler Verkehrslandesrat Thomas Widmann abschließen konnte. Damit ist ein wichtiger Schritt zum Abbau der Grenzen in der Europaregion nach vielen Jahren endlich gemacht. Und weitere Schritte werden folgen.
Donnerstag, 14. November 2013
Eine Landtags-Festsitzung
Gibt es heute zur Verleihung des Rings des Landes Tirol basierend auf einem einstimmigen Beschluss des Tiroler Landtags über die Verleihung des Rings an Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, beginnend um 11 Uhr. Hier der Livestream:
Wenn der Live-Stream oben nicht geht gibt es hier und hier noch zwei weitere Möglichkeiten.
Wenn der Live-Stream oben nicht geht gibt es hier und hier noch zwei weitere Möglichkeiten.
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Mittwoch, 22. August 2012
Der hässlichste Bahnhof Tirols
Dieser Titel ist nicht einfach zu erreichen, aber er wurde erreicht: Vom Bahnhof Brennero / Brenner. Mein Kollege Georg Willi hat mit musikalischer Unterstützung darauf hingewiesen - sehens- und hörenswert:
Dienstag, 14. Juni 2011
Was bewegt Tirol?
Wenn man der heutigen APA-Terminvorschau Glauben schenken kann, dann in etwa Folgendes:
- 18:00 Podiumsdiskussion Land Tirol "50 Jahre Feuernacht: Was war - was bleibt"
- 20:00 Podiumsdiskussion Südtiroler Schützenbund "50 Jahre Feuernacht"
- 20:00 Buchpräsentation Tyrolia Buchverlag "Herz Jesu Feuer Nacht. Südtirol 1961"
Das sind alle drei Innenpolitik-Termine, die die APA heute für Tirol kennt, je nach politischer Schlagseite an einem unterschiedlichen Ort und mit unterschiedlichen TeilnehmerInnen.
Die Tiroler Geschichte ist eine Geschichte von Niederlagen. Das trifft unter anderem auch auf die Südtirol-Aktivisten von damals zu. Ihr Ziel haben sie nicht erreicht, was angesichts der getroffenen Mittel auch nicht zu erwarten war. Man stelle sich vor, wenn in Vorarlberg plötzlich Anschläge verübt würden, die einen Anschluss an die Schweiz verlangen. Zuerst gegen Infrastruktur, dann gegen Polizei, gegen Repräsentanten Österreichs. Mit Maschinengewehren, mit Sprengfallen, mit Minenfeldern. Und wenn immer mehr der Aktivisten dabei aus dem Ausland kommen und rechtsradikalen Hintergrund haben. Wie würde Österreich da reagieren?
Keine Frage, Italien war zu dieser Zeit kein Rechtsstaat. Aber die von den immer noch verharmlosend "Bumser" genannten Aktivisten gewählten Mittel waren terroristischer Natur, mit einer offenen Flanke zu Rechtsextremen, auch wenn diese Anschlussfähigkeit im Nachhinein gerne bestritten wird. Klar ist, dass es unterschiedliche Generationen von Aktivisten gab, mit unterschiedlichen Mitteln. Nicht alle haben sich "nur" für Anschläge auf Infrastruktur entschieden.
Schlussendlich sind aber die Aktivisten von damals gescheitert, auf dem Weg zur Autonomie waren sie sogar hinderlich. Aber die Zeiten haben sich geändert. Italien ist ein Rechtsstaat in einem ähnlichen Ausmaß wie Österreich geworden, Südtirol hat sich wirtschaftlich prächtig entwickelt, in der europäischen Union gibt es einen Binnenmarkt ohne Grenzen, Diskriminierungsverbot und eine Unionsbürgerschaft.
Umso erstaunlicher, dass aus einem rechten Eck in Südtirol plötzlich wieder Forderungen nach einer Balkanisierung, also einer Abspaltung Tirols kommen. Zudem wird eine Doppelstaatsbürgerschaft für SüdtirolerInnen (die deutsch- und ladinischsprachigen wohlgemerkt!) kampagnisiert. Ansonsten verlangt Österreich für Staatsbürgerschaften bekanntlich einen Staatsbürgerschaftstest, eine Deutschprüfung A2 und ugnefähr 1.500 Euro. Ich denke mir: Wenn SüdtirolerInnen das leisten wollen, dann sollen sie ruhig auch eine österreichische Staatsbürgerschaft beantragen können, so wie andere auch.
Aber das alles wird im Weihrauch, der heute von der Landesregierung geschwungen wird, untergehen. Man wird den Aktivisten der Feuernacht gedenken und danken und es wird vom Traum des Anschlusses von Südtirol an Tirol die Rede sein und noch vieles mehr. Allein, eine ernsthafte Diskussion, die Licht und Schatten der Tiroler Geschichte angemessen beleuchten kann, wird es dazu nicht geben.
- 18:00 Podiumsdiskussion Land Tirol "50 Jahre Feuernacht: Was war - was bleibt"
- 20:00 Podiumsdiskussion Südtiroler Schützenbund "50 Jahre Feuernacht"
- 20:00 Buchpräsentation Tyrolia Buchverlag "Herz Jesu Feuer Nacht. Südtirol 1961"
Das sind alle drei Innenpolitik-Termine, die die APA heute für Tirol kennt, je nach politischer Schlagseite an einem unterschiedlichen Ort und mit unterschiedlichen TeilnehmerInnen.
Die Tiroler Geschichte ist eine Geschichte von Niederlagen. Das trifft unter anderem auch auf die Südtirol-Aktivisten von damals zu. Ihr Ziel haben sie nicht erreicht, was angesichts der getroffenen Mittel auch nicht zu erwarten war. Man stelle sich vor, wenn in Vorarlberg plötzlich Anschläge verübt würden, die einen Anschluss an die Schweiz verlangen. Zuerst gegen Infrastruktur, dann gegen Polizei, gegen Repräsentanten Österreichs. Mit Maschinengewehren, mit Sprengfallen, mit Minenfeldern. Und wenn immer mehr der Aktivisten dabei aus dem Ausland kommen und rechtsradikalen Hintergrund haben. Wie würde Österreich da reagieren?
Keine Frage, Italien war zu dieser Zeit kein Rechtsstaat. Aber die von den immer noch verharmlosend "Bumser" genannten Aktivisten gewählten Mittel waren terroristischer Natur, mit einer offenen Flanke zu Rechtsextremen, auch wenn diese Anschlussfähigkeit im Nachhinein gerne bestritten wird. Klar ist, dass es unterschiedliche Generationen von Aktivisten gab, mit unterschiedlichen Mitteln. Nicht alle haben sich "nur" für Anschläge auf Infrastruktur entschieden.
Schlussendlich sind aber die Aktivisten von damals gescheitert, auf dem Weg zur Autonomie waren sie sogar hinderlich. Aber die Zeiten haben sich geändert. Italien ist ein Rechtsstaat in einem ähnlichen Ausmaß wie Österreich geworden, Südtirol hat sich wirtschaftlich prächtig entwickelt, in der europäischen Union gibt es einen Binnenmarkt ohne Grenzen, Diskriminierungsverbot und eine Unionsbürgerschaft.
Umso erstaunlicher, dass aus einem rechten Eck in Südtirol plötzlich wieder Forderungen nach einer Balkanisierung, also einer Abspaltung Tirols kommen. Zudem wird eine Doppelstaatsbürgerschaft für SüdtirolerInnen (die deutsch- und ladinischsprachigen wohlgemerkt!) kampagnisiert. Ansonsten verlangt Österreich für Staatsbürgerschaften bekanntlich einen Staatsbürgerschaftstest, eine Deutschprüfung A2 und ugnefähr 1.500 Euro. Ich denke mir: Wenn SüdtirolerInnen das leisten wollen, dann sollen sie ruhig auch eine österreichische Staatsbürgerschaft beantragen können, so wie andere auch.
Aber das alles wird im Weihrauch, der heute von der Landesregierung geschwungen wird, untergehen. Man wird den Aktivisten der Feuernacht gedenken und danken und es wird vom Traum des Anschlusses von Südtirol an Tirol die Rede sein und noch vieles mehr. Allein, eine ernsthafte Diskussion, die Licht und Schatten der Tiroler Geschichte angemessen beleuchten kann, wird es dazu nicht geben.
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Mittwoch, 30. März 2011
Dreierlandtag in Merano/Meran: Grüne Initiative gegen Atomstrom
In Merano/Meran findet heute eine Sitzung des Dreierlandtages von Tirol, Südtirol/Alto Adige und Trentino statt. Uns Grünen ist es gelungen, eine Resolution für den Ausstieg aller drei Länder aus den Atomstrom-Tauschverträgen der Energieversorger zu verhandeln. Sie wird am Nachmittag beschlossen werden. Inzwischen ein Foto gemeinsam mit den Südtiroler Kollegen, das wir vor dem Kurhaus in Merano / Meran aufgenommen haben:
Gebi Mair, Ricardo Dello Sbarba, Maria Scheiber, Hans Heiss, Georg Willi, Christine Baur
Update: Einen klassischen Leger gab es bei einem Antrag zum Thema Olympiabewerbung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Die Bewerbung ist natürlich Unsinn, das habe ich beim Dreierlandtag in einem Redebeitrag auch gesagt. Die Kosten sind unabsehbar hoch und nicht schulterbar: Athen kostete 8 Milliarden Euro, Peking 42 Milliarden. Die KollegInnen aus dem Trentino hatten im Vorfeld signalisiert, sie würden die Bewerbung unterstützen. Bei der Abstimmung dann großes Erstaunen, als sie sich mit überwältigender Mehrheit dagegen aussprachen. Damit war der Antrag gefallen, was ich inhaltlich sehr begrüße. Durch ihre Signale im Vorfeld hatten sich ÖVP und SVP in Sicherheit gewogen, und die Abstimmung dagegen war ein Schlag ins Gesicht für sie, was von vielen hier auch so empfunden wird.
Tiroler Tageszeitung: Dreierlandtag lehnt gemeinsame Olympiabewerbung ab
ORF Tirol heute: Dreierlandtag in Meran, Anti-Atom-Aktion der Grünen
Südtirol online: Auf nachhaltige Energiepolitik setzen
Gebi Mair, Ricardo Dello Sbarba, Maria Scheiber, Hans Heiss, Georg Willi, Christine Baur
Update: Einen klassischen Leger gab es bei einem Antrag zum Thema Olympiabewerbung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Die Bewerbung ist natürlich Unsinn, das habe ich beim Dreierlandtag in einem Redebeitrag auch gesagt. Die Kosten sind unabsehbar hoch und nicht schulterbar: Athen kostete 8 Milliarden Euro, Peking 42 Milliarden. Die KollegInnen aus dem Trentino hatten im Vorfeld signalisiert, sie würden die Bewerbung unterstützen. Bei der Abstimmung dann großes Erstaunen, als sie sich mit überwältigender Mehrheit dagegen aussprachen. Damit war der Antrag gefallen, was ich inhaltlich sehr begrüße. Durch ihre Signale im Vorfeld hatten sich ÖVP und SVP in Sicherheit gewogen, und die Abstimmung dagegen war ein Schlag ins Gesicht für sie, was von vielen hier auch so empfunden wird.
Tiroler Tageszeitung: Dreierlandtag lehnt gemeinsame Olympiabewerbung ab
ORF Tirol heute: Dreierlandtag in Meran, Anti-Atom-Aktion der Grünen
Südtirol online: Auf nachhaltige Energiepolitik setzen
Montag, 7. März 2011
Mit der Wirtschaftskammer nach Südtirol
Das Land Tirol fördert mit der "Südtirol-Trentino-Aktion" den kulturellen Austausch von SchülerInnen zwischen dem Bundesland Tirol und Südtirol und dem Trentino. Ein- bis zweitägige Besuche in Südtirol und im Trentino werden dabei gefördert. So weit, so wunderbar. Und dann kommt die Wirtschaftskammer ins Spiel: Die Richtlinie zur Südtirol-Trentino-Aktion sieht eine Preistabelle vor, die mit der Wirtschaftskammer, Sparte Verkehr und Transport vereinbart wurde. Und dann auch gleich noch eine Liste von empfohlenen Busunternehmen, die von der Wirtschaftskammer, Sparte Verkehr und Transport ausgerbeitet wurde.
Darauf hingewiesen hat mich ein Lehrer, der einen ganz einfachen Wunsch hatte: er wollte mit seiner Klasse mit dem Zug nach Südtirol fahren. Das geht aber nicht. Schließlich wurde ja mit der Wirtschaftskammer...
So wird eine sinnvolle Aktion zum Kulturaustausch plötzlich zu einer Maßnahme der Wirtschaftskammerförderung. Andererseits, wenn das Ziel der Aktion ist, Land und Leute kennen zu lernen, dann ist es vielleicht auch ein Ziel, die Wirtschaftskämmerer und ihren Einfluss kennen zu lernen. Und die geht so weit, sogar eine Zugfahrt nach Südtirol zu verhindern.
Darauf hingewiesen hat mich ein Lehrer, der einen ganz einfachen Wunsch hatte: er wollte mit seiner Klasse mit dem Zug nach Südtirol fahren. Das geht aber nicht. Schließlich wurde ja mit der Wirtschaftskammer...
So wird eine sinnvolle Aktion zum Kulturaustausch plötzlich zu einer Maßnahme der Wirtschaftskammerförderung. Andererseits, wenn das Ziel der Aktion ist, Land und Leute kennen zu lernen, dann ist es vielleicht auch ein Ziel, die Wirtschaftskämmerer und ihren Einfluss kennen zu lernen. Und die geht so weit, sogar eine Zugfahrt nach Südtirol zu verhindern.
Mittwoch, 9. Februar 2011
Live-Stream aus der Landtagssitzung
Heute von 10-19 Uhr und morgen von 9-open end findet wieder eine Sitzung des Tiroler Landtages statt. Hier gibts den Live-Stream dazu:
Update: Die angekündige Landtagssitzung ist vorbei. Den nächsten Live-Stream vom Landtag gibt es in der nächsten Sitzung am 16./17.3.2011
Thema wird unter anderem das Glücksspiel sein, die von uns Grünen abgelehnte Begnadigung der Südtirol-Terroristen, die in Zusammenhang mit Tötungsdelikten verurteilt wurden, das Tiroler PISA-Debakel sowie das Abfallwirtschaftsgesetz.
Bei Schwierigkeiten mit der Übertragung gibts den Livestream hier noch einmal.
ORF Tirol: Diskussion um Begnadigung der Südtirol-Aktivisten
Bezirksblatt: Bildungsdebatte im Tiroler Landtags
Tiroler Tageszeitung: Bildungs-Fahrstuhl funktioniert nicht mehr
ORF Tirol: Unterschiedliche Positionen in Bildungsdebatte
Tiroler Krone: Heftige Bildungsdebatte im Tiroler Landtag
Update: Die angekündige Landtagssitzung ist vorbei. Den nächsten Live-Stream vom Landtag gibt es in der nächsten Sitzung am 16./17.3.2011
Thema wird unter anderem das Glücksspiel sein, die von uns Grünen abgelehnte Begnadigung der Südtirol-Terroristen, die in Zusammenhang mit Tötungsdelikten verurteilt wurden, das Tiroler PISA-Debakel sowie das Abfallwirtschaftsgesetz.
Bei Schwierigkeiten mit der Übertragung gibts den Livestream hier noch einmal.
ORF Tirol: Diskussion um Begnadigung der Südtirol-Aktivisten
Bezirksblatt: Bildungsdebatte im Tiroler Landtags
Tiroler Tageszeitung: Bildungs-Fahrstuhl funktioniert nicht mehr
ORF Tirol: Unterschiedliche Positionen in Bildungsdebatte
Tiroler Krone: Heftige Bildungsdebatte im Tiroler Landtag
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Donnerstag, 28. Oktober 2010
"Mangels berichtenswerter Fakten"
Zu Beginn jeder Regierungssitzung der Tiroler Landesregierung steht der Tagesordnungspunkt "Südtirol." Das soll wohl die angebliche Verbundenheit mit der autonomen Provinz Bozen-Südtirol / Provincia autonoma di Bolzano / Alto Adige zeigen. Dass es sich dabei mehr um ein bemühtes Symbol als um echtes Interesse handelt, zeigt die Regierungssitzung vom 20.10.10. Im Protokoll heißt es wörtlich:
"Südtirol: Landeshauptmann Platter verweist auf den diesem Protokoll angeschlossenen Südtirol-Bericht.
Mangels berichtenswerter Fakten wird seitens des Sachgebietes Südtirol-Europaregion Leermeldung erstattet."
Also: Im Süden nichts Neues...
"Südtirol: Landeshauptmann Platter verweist auf den diesem Protokoll angeschlossenen Südtirol-Bericht.
Mangels berichtenswerter Fakten wird seitens des Sachgebietes Südtirol-Europaregion Leermeldung erstattet."
Also: Im Süden nichts Neues...
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Donnerstag, 29. Oktober 2009
Schöne Worte und viel Wein
Heute findet der Dreierlandtag in Mezzocorona in Trient statt. Am Dreierlandtag nehmen die Landtage von Tirol, Südtirol /Alto Adige und dem Trentino teil. Den Unterlagen für die Sitzung zu Folge, handelt es sich um eine Sitzung, in der es vor allem um schöne Worte geht, was nicht alles gut wäre, und welche schöne Maßnahme nicht in einer Arbeitsgruppe vorbereitet werden könnte. Fast gewinnt man den Eindruck, beim Dreierlandtag geht es vor allem um den Wein, den es beim Empfang gestern Abend gab. Ich schaue mir die heutige Sitzung an, weil ich noch nie bei einem Dreierlandtag dabei war. Aber wenn die Sitzung so wird, wie ich sie erwarte, dann kann man die Sache wohl getrost einschlafen lassen. Die salbungsvollen Erklärungen rund um die Sitzung, vom Landtagspräsidenten abwärts, bestätigen mich bisher aber eher in meiner Ansicht.
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Freitag, 11. September 2009
Los von Rom
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Montag, 27. Juli 2009
Holladrio
Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) findet, Südtirol sei "derzeit" Teil Italiens und gehöre eigentlich zu Tirol. Zu diesem Anlass kommt auch ÖVP-Alt-Nationalratspräsident Andreas Khol auf die Idee, dass es wohl ein Fehler war, Graf zu wählen. Günther Platter hat irgend etwas erzählt, das wenig Sinn gemacht hat, aber auf jeden Fall war er gegen den Vorschlag von Graf. Große Empörung jedenfalls quer durch. Das sei vorgestrig und nicht hilfreich, und Graf habe wohl nicht mitbekommen, dass die Grenzbalken gefallen seien.
Der Griff ins Klo von Graf ist dabei ungefähr genauso folkloristisch wie die Reaktionen dazu. Und irgendwie erinnert mich die Sache noch an eine andere Begebenheit der vergangenen Tage: Günther Platter (ÖVP) will Hansi Hinterseer zum Tirol-Botschafter ernennen. Diese Verhinterseerung Tirols hat irgendwie einen ähnlichen folkloristisch-putzigen Wert wie die Südtirol-Diskussion. Und sie passt dazu, dass im neuen Bergiselmuseum die Mütze von DJ Ötzi und die Fellstiefel von Hansi Hinterseer ausgestellt werden sollen. DJ Ötzi hat seine Mütze hergegeben, Platters Tirol-Botschafter will seine Fellstiefel angeblich nicht im Museum sehen.
Und mit diesem und ähnlichen Unsinn beschäftigen sich Teile der Tiroler Politik. Ernsthaft. Holladrio.
Der Griff ins Klo von Graf ist dabei ungefähr genauso folkloristisch wie die Reaktionen dazu. Und irgendwie erinnert mich die Sache noch an eine andere Begebenheit der vergangenen Tage: Günther Platter (ÖVP) will Hansi Hinterseer zum Tirol-Botschafter ernennen. Diese Verhinterseerung Tirols hat irgendwie einen ähnlichen folkloristisch-putzigen Wert wie die Südtirol-Diskussion. Und sie passt dazu, dass im neuen Bergiselmuseum die Mütze von DJ Ötzi und die Fellstiefel von Hansi Hinterseer ausgestellt werden sollen. DJ Ötzi hat seine Mütze hergegeben, Platters Tirol-Botschafter will seine Fellstiefel angeblich nicht im Museum sehen.
Und mit diesem und ähnlichen Unsinn beschäftigen sich Teile der Tiroler Politik. Ernsthaft. Holladrio.
Freitag, 29. Mai 2009
Südtiroler Schützen verlinken Nazi-Lieder
Die Tageszeitung "Dolomiten" berichtet heute davon, dass die Südtiroler Schützen auf ihrer Homepage auf Nazi-Lieder verlinken. Zum Nachlesen hier, und hier die Forderung nach Entfernung und Klärung der Verantwortung von den Südtiroler Grünen.
Samstag, 23. Mai 2009
Mir sein Italiener
Wer eine Reise tut kann bekanntlich etwas erzählen, selbst wenn sie gar nicht so weit geht: Gestern und heute war ich in Wien, und auf dem Weg zum Westbahnhof begegnet mir heute eine Gruppe junger Menschen, ganz offensichtlich mit Südtiroler Zungenschlag. Sie sehen die rote Fußgängerampel, zögern kurz. Einer sagt: "Mir sein Italiener", und schon geht die ganze Gruppe über den Zebrastreifen mit der roten Ampel. Irgendwie auch eine schöne Bestätigung dafür, dass die Position der Ewiggestrigen zu Südtirol mit der Realität nicht viel zu tun hat. Ich bin ja gespannt, was weiter passiert: Gestern ist auch der SPÖ der Kragen geplatzt und sie überlegt, ob man den Landesfestumzug im Herbst nicht absagen sollte, weil die Forderungen der Südtiroler Schützen immer skurriler werden. Wir werden im Juli-Landtag die Nagelprobe machen und einen dringlichen Antrag stellen, die 850.000 Euro des Landesfestumzugs besser für Sozialinittiativen zu verwenden. Dann wird sich zeigen, wie ernst es die SPÖ wirklich meint.
Apropos Italiener: "Mir sein Italiener" gilt offenbar auch für die ÖBB. Ich bin heute extra mit einem späteren Zug gefahren, weil ich den neuen Railjet ausprobieren wollte. Laut ÖBB sei das ein völlig neues Fahrgefühl und eine neue Generation des Reisens. Ich komme mir aber eher vor bei bei der Trenitalia: Das Innendesign des Zuges stammt wahrscheinlich direkt aus den 80ern (ist das jetzt wieder modern?), die Sitze sind kleiner und ungemütlicher als in den anderen Zügen, die Ablagen noch kleiner als sonst schon immer, zwei Sitze haben jeweils nur eine Steckdose, der Speisewaagen ist abgeschafft und der Zug hat nur halb so viele Plätze wie ein normaler Eurocity, weshalb der Zug total überfüllt ist. Wirklich, ein völlig neues Fahrgefühl...
Apropos Italiener: "Mir sein Italiener" gilt offenbar auch für die ÖBB. Ich bin heute extra mit einem späteren Zug gefahren, weil ich den neuen Railjet ausprobieren wollte. Laut ÖBB sei das ein völlig neues Fahrgefühl und eine neue Generation des Reisens. Ich komme mir aber eher vor bei bei der Trenitalia: Das Innendesign des Zuges stammt wahrscheinlich direkt aus den 80ern (ist das jetzt wieder modern?), die Sitze sind kleiner und ungemütlicher als in den anderen Zügen, die Ablagen noch kleiner als sonst schon immer, zwei Sitze haben jeweils nur eine Steckdose, der Speisewaagen ist abgeschafft und der Zug hat nur halb so viele Plätze wie ein normaler Eurocity, weshalb der Zug total überfüllt ist. Wirklich, ein völlig neues Fahrgefühl...
Mittwoch, 20. Mai 2009
Südtirol ist doch Italien
Das Land Tirol hat per Bescheid verfügt, dass die revanchistische Tafel "Südtirol ist nicht Italien" am Brenner bis 31.5.09 entfernt sein muss. Das freut doch und öffnet den Weg für ein neues Miteinander. Hier meine Presseaussendung dazu.
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| Gebi Mair am Brenner |
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Montag, 23. Februar 2009
Südtirol ist doch Italien
Am Brenner befand sich bis vor Kurzem eine Tafel auf der stand "Südtirol ist nicht Italien." Inzwischen befindet sie sich nicht mehr dort, und es gibt es spannendes Berufungserkenntnis des Landes Tirol.
Der rechte Südtiroler Landtagsabgeordnete Sven Knoll wollte per Berufung die Entfernung der Tafel bekämpden. Nun ist aber behördlich festgestellt, dass Südtirol sehr wohl Italien ist. Zu entfernen war weiters die Zusatztafel, die die Trennung als "Unrecht" bezeichnet, und die Berufung erkennt auch, dass es sich angesichts des Textes nicht um "Begrüßungstafeln" handle. Ich finde das schön, dass jetzt straßenverkehrsrechtlich festfestellt ist, dass Südtirol sehr wohl zu Italien gehört, unabhängig davon, was von rechter politischer Seite behauptet wird, und der politische Kampf um die Deutungshoheit damit auch eine rechtliche Stützung erhält.
Der rechte Südtiroler Landtagsabgeordnete Sven Knoll wollte per Berufung die Entfernung der Tafel bekämpden. Nun ist aber behördlich festgestellt, dass Südtirol sehr wohl Italien ist. Zu entfernen war weiters die Zusatztafel, die die Trennung als "Unrecht" bezeichnet, und die Berufung erkennt auch, dass es sich angesichts des Textes nicht um "Begrüßungstafeln" handle. Ich finde das schön, dass jetzt straßenverkehrsrechtlich festfestellt ist, dass Südtirol sehr wohl zu Italien gehört, unabhängig davon, was von rechter politischer Seite behauptet wird, und der politische Kampf um die Deutungshoheit damit auch eine rechtliche Stützung erhält.
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Montag, 5. Januar 2009
Kann mir das jemand erklären?
Laut heutiger Tiroler Tageszeitung seien die TirolerInnen, insbesondere die Jungen, mehrheitlich für einen Zusammenschluss von Nord- mit Südtirol. Nehmen wir einmal an, die Umfrage der TT hätte irgend etwas mit der Realität zu tun. Kann mir jemand erklären, wie es dazu kommt? Ist das lediglich romantische Verklärung? Ist das dumpfer Tirolismus, ist das Nationalismus, ist das Träumerei, ist das ein derart unwichtiges Thema dass in der Umfrage verfälschte Ergebnisse herauskommen, ist das Expansionismus?
Ich vermute einmal, dass vielen gar nicht so sehr an Südtirol oder den SüdtirolerInnen gelegen ist, sondern daran, das österreichische Gefühl der Unterlegenheit auszumerzen. "Größer" scheint dabei die Devise für das Land zu sein, Hauptsache größer. Historisches Unrecht, wie es den ÖsterreicherInnen in der Vergangenheit angeblich immer angetan worden sei, könnte damit wieder gut gemacht werden etc. Also vor allem ein Schritt zur Selbsterhebung, über die Geschichte und über das eigene Unterlegenheitsgefühl. Könnte daran etwas dran sein?
Ich vermute einmal, dass vielen gar nicht so sehr an Südtirol oder den SüdtirolerInnen gelegen ist, sondern daran, das österreichische Gefühl der Unterlegenheit auszumerzen. "Größer" scheint dabei die Devise für das Land zu sein, Hauptsache größer. Historisches Unrecht, wie es den ÖsterreicherInnen in der Vergangenheit angeblich immer angetan worden sei, könnte damit wieder gut gemacht werden etc. Also vor allem ein Schritt zur Selbsterhebung, über die Geschichte und über das eigene Unterlegenheitsgefühl. Könnte daran etwas dran sein?
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Montag, 22. Dezember 2008
Es tut sich was im Süden
In Bolzano/Bozen durfte ich heute bei der Landesversammlung der Jungen Grünen Südtirol dabei sein, auf der über Aktionen gegen den Rechtsruck in Südtirol diskutiert wurde. Freundlicherweise fährt seit der Fahrplanumstellung der letzte durchgehende Zug von Bozen nach Innsbruck um 16.30, deshalb sitze ich nun in Regionalzügen und quäle mich über den Brenner. Das dürfte wohl die vielzitierte Landeseinheit sein...
Freitag, 3. Oktober 2008
Landeseinheit und Heimat
Fast ein bisschen viel für mich - aber die Südtiroler Grünen haben den Heimatbegriff ironisch gebrochen, indem sie eine italienische Espressomaschine als Symbol dafür verwenden. Gestern war jedenfalls der Auftakt für den ersten "landeseinheitlichen" Wahlkampf der Südtiroler Grünen, die auch in Innsbruck um die Stimmen vor allem der Südtiroler Studierenden werben. Hier die Presseaussendung der Südtiroler Grünen dazu. Und natürlich auch mit Fotos von der heutigen Plakatenthüllung:
Hier gibt es die Wahlkabine für Südtirol: www.wahlkabine.it
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